Johannes Selle: „Jugend erinnert“ – Förderprogramm zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

BERLIN. Zum 30. Jahrestag der deutschen Einheit startet die Ausschreibung des Bundesprogramms „Jugend erinnert“ mit der Förderlinie zur „Aufarbeitung des SED-Unrechts“. Darüber informiert Johannes Selle, der stellvertretende Vorsitzende des Kulturausschusses im Deutschen Bundestag, und ruft gemeinnützige Einrichtungen, Vereine und Institutionen der historisch-politischen Bildung auf, Projekte zu beantragen, die sich mit der SED-Diktatur befassen.

„30 Jahre Mauerfall und 30 Jahre Deutsche Wiedereinigung zählen zu den historisch glücklichsten Momenten unserer Geschichte. Es war der Mut vieler Bürgerinnen und Bürger in der ehemaligen DDR, der die SED-Diktatur zum Einsturz brachte und damit den Weg in die Deutsche Einheit ebnete. Der CDU/CSU-Fraktion ist die Vollendung der inneren Einheit und die mahnende Erinnerung an das SED-Unrecht ein wichtiges Anliegen. Das Bundesprogramm „Jugend erinnert“ soll einen Beitrag leisten jungen Menschen historisches Wissen zu vermitteln, auf die Wirkung und Folgen von Gewaltherrschaften und Diktaturen aufmerksam zu machen und ihr Entstehen zu erkennen“, so Johannes Selle.

Das Förderprogramm motiviert Aufarbeitungseinrichtungen wie Gedenkstätten, Museen oder Wissenschaftsorganisationen, sich mit Trägern der Bildungs-, Jugend- und Kulturarbeit sowie Jugendorganisationen zu vernetzen. Aus solchen Kooperationen sollen zeitgemäße, innovative Bildungsformate für und mit jungen Menschen geschaffen und weiterentwickelt werden. Förderwürdige Projekte werden in Höhe von 40.000,00 Euro bis 200.000,00 Euro bezuschusst.

Anträge können bis zum 15.02.2021 bei der Bundesstiftung Aufarbeitung gestellt werden.

Mit dem Bundesprogramm „Jugend erinnert“ setzen wir den wichtigen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag um, die pädagogische Vermittlungsarbeit an Gedenkstätten und Gedenkorten auszubauen.

Sich mit unserer Geschichte auseinanderzusetzen, ist für die Debatten über die Zukunft von äußerster Wichtigkeit.